Angstzustände lindern

Die überraschende Seite der Angst

Wahrscheinlich hast du schon von den negativen Aspekten gehört, die mit Angst verbunden sind, aber du wirst überrascht sein zu erfahren, dass Angst auch positive Seiten haben kann.

 

Viele Jahre lang herrschte der weit verbreitete Irrglaube, dass Angst immer schlecht für die Gesundheit ist. Langsam ändern sich die Meinungen darüber, denn neue Forschungsergebnisse zeigen, dass Angst viel komplexer ist. Angst kann sogar nützlich sein: Sie kann dich zu Höchstleistungen motivieren, dir helfen, wachsam zu bleiben, dich auf Risiken aufmerksam machen und dich bei der Lösung von Problemen unterstützen.

Was sind Angstzustände?

In diesem Video erklärt Annemarie, Content Specialist bei OpenUp, was Angstzustände sind und wie du Symptome und Auslöser identifizieren kannst.

🖊️ Stift bereithalten!

 

 

Als Nächstes wollen wir eine schnelle, aber effektive Selbstreflexion durchführen, die dir helfen wird, ängstliche Gedanken besser zu verstehen: 

 

 

✍️  Nimm dir einen Moment Zeit, um über das letzte Mal, als du dich ängstlich gefühlt hast, nachzudenken.

 

Schreibe auf, welche positiven Auswirkungen diese Erfahrung hatte: Hast du dich durch deine Angst wacher, motivierter oder unternehmungslustiger gefühlt?

 

💡 Erinnere dich an eine Situation oder an ein Ereignis, das du aufgrund von Angst vermieden hast. Wie hast du dich kurzfristig gefühlt, als du diese Situation gemieden hast? 

 

Kurzfristig funktioniert die Vermeidungsstrategie in der Regel gut und du fühlst dich wahrscheinlich erleichtert und ruhig. Nimm dir einen Moment Zeit, um darüber nachzudenken und herauszufinden, ob das auch auf dich zutrifft. 

 

Aber wie sieht es mit den langfristigen Auswirkungen aus? 

 

Nimm dir einen Moment Zeit, um darüber nachzudenken, wie es dir langfristig ergangen ist, weil du diese Situation vermieden hast. Vielleicht kommst du zu der Erkenntnis, dass deine Vermeidung deine Ängste nicht beseitigt hat. Schreibe als Nächstes drei positive Resultate auf, die sich ergeben würden, wenn du dich der Situation stellst, die du vielleicht vermeidest.

 

Die wichtigsten Erkenntnisse

Angst kann auch gut sein!

Angst hilft uns, in Sicherheit zu bleiben, indem sie uns darauf vorbereitet, Maßnahmen zu ergreifen, wenn wir uns bedroht fühlen. Es ist zwar normal, sich manchmal ängstlich zu fühlen, aber zu viel Angst kann schädlich sein. Es ist wichtig, ein Gleichgewicht zu finden. Versuche nicht, jeden Stress zu vermeiden, denn das kann die Angst noch verstärken und unserer Gesundheit schaden.

Gedanken spielen eine Rolle: Wie unser Denken Angstzustände beeinflusst

Unsere Gedanken können dazu führen, dass unser Körper in den Kampf- oder Flucht”-Modus versetzt wird, wodurch wir uns angespannt fühlen und unsere körperliche Gesundheit beeinträchtigt werden kann. Jeder von uns geht anders mit Stress um, und die Art, wie wir ihn wahrnehmen, beeinflusst, wie wir mit ihm umgehen.

Den Angstkreislauf durchbrechen: Wie du die Grübelspirale stoppen kannst

Es ist normal, dass wir gelegentlich Stress oder Angst empfinden, aber wenn dies ständig der Fall ist, kann es sich negativ auf unseren Alltag und unser mentales Wohlbefinden auswirken. Wir versuchen vielleicht, Dinge zu vermeiden, die Angst auslösen, aber das kann zu einem Kreislauf führen, in dem wir uns mit der Zeit immer ängstlicher fühlen.

 

Handout: Das ABC-Modell

 

Hast du schon vom ABC-Modell gehört? Dieses von Psycholog*innen gelobte Modell zeigt, dass wir lernen können, auf herausfordernde Ereignisse mit gesünderen Emotionen und Verhaltensweisen zu reagieren, indem wir einfach unsere eigenen Gedanken hinterfragen. Lade dir das Handout herunter, um in Ruhe zu üben.