Mentales Wohlbefinden: Mindful Leadership

Vor dem Gespräch: Aktive Vorbereitung

Bevor du das Gespräch beginnst, ist eine aktive Vorbereitung wichtig. So kannst du das Gespräch selbstbewusst und überlegt führen, so wie es eine effektive Führungskraft tun würde.

💡Wie bereitest du dich am besten auf ein Gespräch über mentales Wohlbefinden vor? Schau dir dieses Video an, um mehr über Marcels Ansatz zu erfahren.

1. Einen „safe space” schaffen

 

Zunächst musst du die richtigen Rahmenbedingungen für Mitarbeiter*innen schaffen. Das bedeutet, dass du ein Umfeld kreierst, in dem sie sich wohlfühlen, respektiert und gehört werden, wenn sie ihre Gefühle mitteilen. 

Wie du das während des Gesprächs machst, erfährst du in der nächsten Lektion. Zu den Grundlagen eines sicheren Raums gehören:

 

Hier sind die vier Säulen einer effektiven Vorbereitung auf ein Gespräch über mentales Wohlbefinden:

Zustimmung

Hat deine*e Mitarbeiter*in dem Gespräch zugestimmt und fühlt er*sie sich dabei wohl, sich zu öffnen? Wenn er*sie sagt: „Nein, ich bin noch nicht bereit zu reden”, kannst du antworten: Ich verstehe das vollkommen, aber ich möchte meine Besorgnis zum Ausdruck bringen. Gibt es irgendetwas, das ich tun kann, damit du dich wohler fühlst? Können wir vielleicht zu einem anderen Zeitpunkt miteinander sprechen?”

Privatsphäre respektieren

Versichere der Person, dass alle Informationen, die sie preisgibt, vertraulich behandelt werden, wenn sie es wünscht, besonders wenn es sich um ein sensibles oder sehr persönliches Thema handelt.

Zeit und Ort

Sprich dich mit der Person über die beste Zeit und den besten Ort für das Gespräch ab. Wähle einen privaten, ruhigen Ort, an dem du nicht unterbrochen wirst, und plane genügend Zeit ein, damit sich keiner von euch gehetzt fühlt.

2. Richtung und Klarheit

Nimm dir Zeit zum Nachdenken

Nimm dir etwas Zeit, um die folgenden Fragen zu beantworten: Warum führst du dieses Gespräch? Welche Verhaltensänderungen hast du bei deinem*deiner Mitarbeiter*in beobachtet? Auf welche Herausforderungen könntest du als Führungskraft bei diesem Gespräch stoßen?

Überprüfe deine Unternehmensrichtlinien

Mach dich mit den Bestimmungen deines Unternehmens in Bezug auf das mentale Wohlbefinden vertraut, z. B. mit den Richtlinien für die Beantragung von Freistellungen oder den Zugang zu unterstützenden Ressourcen. So kannst du deine*n Mitarbeiter*in besser an geeignete Unterstützungsmöglichkeiten heranführen

3. Unterstützung suchen

 

Denke daran, dass du damit nicht allein bist. Viele Manager*innen haben ähnliche Situationen durchlebt, und es gibt eine Fülle von Ressourcen und Unterstützung für dich. Probiere Folgendes aus:

Sprich mit anderen Führungskräften oder der HR-Abteilung:

Es ist ein guter Schritt, um Rat zu fragen. Wenn du dich mit deinen Arbeitskolleg*innen unterhältst, kannst du verschiedene Perspektiven einnehmen. Achte aber darauf, dass du bei diesen Gesprächen die Privatsphäre deiner Mitarbeiter*innen nicht vernachlässigst.

Wende dich an OpenUp:

Unsere Psycholog*innen sind Expert*innen auf diesem Gebiet und stehen dir gerne zur Seite. Buche ein persönliches Gespräch mit Psycholog*innen, wenn du mehr Unterstützung benötigst.

4. Der richtige Gemütszustand

 

Vielleicht kennst du das Sprichwort: You can’t pour from an empty cup. Das gilt besonders, wenn du anderen hilfst. Wenn du dich ruhig, offen und empathisch fühlst, bringst du diese Energie auch in das Gespräch und in den Raum ein.

Um dir dabei zu helfen, einen ruhigen Kopf zu bekommen, haben wir eine kurze Meditation erstellt, die du dir vor deinem Gespräch anhören solltest. Sie soll dich auf sensible Gespräche über das mentale Wohlbefinden einstimmen und betont Präsenz, Mitgefühl und Klarheit.

Praxis: Die perfekte Einstimmung auf das Gespräch: Hör dir die Meditation vor deinem Gespräch an, dauert nur 5 Minuten.

 

💡 Was solltest du tun, wenn du dich nicht bereit fühlst, ein Gespräch über mentales Wohlbefinden zu führen?

Manchmal fühlen wir uns nicht in der Lage, unserem Team in Krisenzeiten die notwendige Unterstützung zu bieten. In diesem Fall ist es wichtig, offen und transparent zu sein. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, dass du deinen Teammitgliedern externe Unterstützung anbietest.